Neue Einnahmequelle für persoenlich.com?
Persoenlich.com versendet neben dem täglichen Newsletter auch ab und zu sogenannte Breaking News. Normalerweise werden Meldungen verschickt wie beispielsweise Stellenabbau bei Medienhäusern. Heute Vormittag ist jedoch eine Meldung eingetroffen, deren hochaktueller Inhalt sich mir nicht erschliesst. Jedenfalls nicht so aktuell, dass der Sofortversand gerechtfertigt wäre. Die Meldung:
persoenlich.com - 9.50 Uhr
*** BREAKING NEWS ***
Scholz & Friends reloaded
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Der Startschuss ist gefallen. Was die Scholz & Friends Group
vor Monaten ankündete, wird jetzt umgesetzt. Das deutsche
Agenturnetzwerk baut den Standort Schweiz aus. Wie die
Agentur gegenüber "persoenlich.com" bestätigt, wurde die
Basler Traditionsagentur Favo übernommen. Weitere
Akquisitionen sind nicht ausgeschlossen.
http://www.persoenlich.com/news/show_news.cfm?newsid=79883
Es sieht fast so aus, als würde das Unternehmen Scholz und Friends persoenlich.com für den Versand bezahlen. Demnach wäre diese Mitteilung eine verkappte Werbe-E-Mail. Oder?




3 Kommentare:
Was ist daran falsch, wenn ein für den Schweizer Kommunikationsmarkt höchst relevantes Medium eine für den Schweizer Kommunikationsmarkt höchst relevante Information verbreitet? Auch im Informationsmarkt entscheidet der Wettbewerb - durch Relevanz und Schnelligkeit. Wer dahinter etwas vermutet, das die ach so heilige redaktionelle Unabhängigkeit gefährdet, tut einem schon ein bisschen leid. Da ist anscheinend der gut durchschnittliche Copy-Paste-Journalismus wohl moralisch unverfänglicher. ???
Falsch ist, dass Werbung - so es denn eine ist - nicht als Werbung verpackt ist. Hat gar nichts mit redaktioneller Unabhängigkeit zu tun, sondern mit Transparenz. Und wer behauptet, Copy-Paste-Journalismus sei moralisch unverfänglicher?
Richtig ist, dass die Expansion der besagten Agentur durch Akquisition einer anderen durch persoenlich.com 1. als (relevante) Breaking News 2. als offizielle News (zeitgleich mit allen anderen Werbefachmedien) und 3. als vertiefte News (in Interviewform mit den beteiligten Veranwortlichen) publiziert wurde. Mehr Transparenz geht in so einem Fall wohl nicht mehr. Und by the way: Eine Werbung, wo Werber gegenüber anderen Werbern Werbung für sich machen, macht wohl so keinen Sinn. Darum ist die Interpretation der besagten Breaking News als versteckte Email-Werbung definitiv ad absurdum geführt.
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