Meinungsblog der Redaktion von Praxiswissen, dem Portal für mehr Präsenz und Effizienz
in PR, Medien, Marketing und Web.

31 Januar 2007

So entstehen gute Zeitungsartikel

Ob ein Zeitungsartikel bei den Lesenden ankommt oder nicht, darüber entscheiden weder Schreibtalent, angeborene Begabung noch Zauberei. Vielmehr handelt es sich auch beim mediengerechten Schreiben um ein Handwerk, das jeder erlernen kann.




Für Zeitungen schreiben kann, wer Grundkenntnisse in Rechtschreibung, Grammatik und Satzbau besitzt. Vorausgesetzt er oder sie hat gelernt, welchen Regeln journalistische Texte unterliegen. Natürlich befähigen diese Kenntnisse niemanden, hauptberuflich in den Journalismus einzusteigen. Aber korrekt und leserfreundlich geschriebene Artikel haben eine höhere Chance, in Lokal- und Regionalzeitungen veröffentlicht zu werden. Und damit eröffnen sich neue Informationskanäle fürs eigene Geschäft, für den Verein oder die Gemeinde.

Vier Hauptkriterien
Die Grundlagen des mediengerechten Schreibens lassen sich aufs Wesentliche reduzieren. Vier Kriterien entscheiden darüber, ob ein Text gelungen ist (siehe Pyramide). Die Basis bilden Aktualität und Wichtigkeit. Kaum jemand erwartet in einer Zeitung einen Bericht, der nicht aktuell ist. Die Wichtigkeit ist von Zeitung zu Zeitung verschieden. Sie hängt vom Leserinteresse ab, welches die Redaktionen vertreten. Wer eine Zeitung aufmerksam durchsieht, findet schnell heraus, welchen Informationen die Redaktion den Vorzug gibt. Das Zentrum eines journalistischen Textes ist die Korrektheit. Sie setzt vor allem sorgfältige Arbeit voraus.

An der Spitze der Kriterienpyramide steht die Vermittlung. Ein Zeitungsartikel hat primär die Aufgabe, Informationen an die Lesenden zu vermitteln. Klare und aussagekräftige Sätze, zahlreiche interessante Informationen sowie ein Textaufbau nach absteigender Wichtigkeit fördern die Vermittlung. Zeitungsspezifische Schreib-weisen wie zum Beispiel diejenige der Zahlen verhindern, dass Redaktionen den Text anpassen müssen oder das Leserauge über Ungewohntes stolpert.

Zuerst schreiben, dann verbessern
Wer nicht täglich für Zeitungen schreibt, für den wirken obenerwähnte Vorgaben wohl etwas abschreckend. Deshalb empfiehlt es sich, erst einmal alles frei niederzuschreiben. Danach kann der Text nach Wichtigkeit strukturiert, anhand einer Checkliste überprüft und wo notwendig verbessert werden. So entsteht ein Zeitungsartikel, der bei Redaktionen und Lesenden ankommt. Nun muss er bloss noch so versandt werden, dass er problemlos ins Computersystem der Redaktion übernommen werden kann.

Dabei haben sich Word-Dokumente bewährt, ohne gestalterische Elemente wie zum Beispiel Zwischenzeilen. Das Dokument wird an eine E-Mail angefügt oder per Post auf Diskette oder CD versandt. Vorsicht beim Mail-Versand von digitalen Bildern. Damit sie für den Druck geeignet sind, sollten die Bilddateien ungefähr 300 Kilobyte gross sein. Bei dieser Bildgrösse wird der Versand von mehreren Bildern schnell zum Ärgernis im Mailverkehr. Um die Datenleitungen und damit die Empfängernerven nicht zu sehr zu strapazieren, nicht mehr als zwei Bilder versenden.

Eine Kurzanleitung mit Checkliste mediengerecht schreiben, Übersicht der zeitungsspezifischen Schreibweisen sowie Anleitung zum Versand der Zeitungsartikel gratis im Internet.
Zum Business-Blog-Karneval:
Der
2. Business-Blog-Karneval im deutschsprachigem Raum widmet sich dem Thema »Erfolgreiche PR & Medienarbeit«. Er sammelt Ideen, Artikel, Links & vielfältige Anregungen zur erfolgreichen PR & Medienarbeit für den PR-Alltag von Einzelpersonen, Freiberufler & Unternehmen. Sämtliche Beiträge werden nach Karnevals-Ende in einem eBook zusammengefasst und kostenlos zur Verfügung gestellt.

30 Januar 2007

Verliebt? Verlobt? Verheiratet?


Nur kein Liebesbrief ist günstiger!

Aktion scriptVALENTIN von script

Textprofis greifen Amor wieder unter die Arme

29 Januar 2007

2. Business-Blog-Karneval zum Thema »Erfolgreiche PR & Medienarbeit«

Wenn ein Wissendossier zu diesem Thema erstellt wird, dürfen Beiträge von und mit PEP natürlich nicht fehlen.

Zum heutigen Start des Blog-Karnevals deshalb hier PEPs Beitrag:


Medienarbeit als Erfolgsfaktor
Stellen Sie sich vor, im «Tages-Anzeiger» erscheint ein Artikel über Wohnen im Alter und die Journalistin empfiehlt im Text Ihre Firma als Vermittlungsdienstleister. Oder die Regionalzeitung ruft eine neue Ratgeberrubrik ins Leben und Sie können Monat für Monat Ihr Fachwissen als Mentaltrainer weitergeben.
Es braucht entgegen der landläufigen Meinung keine engen Redaktionskontakte, um erfolgreich eine positive Medienpräsenz aufzubauen. Förderlich hingegen sind das Wissen um die Eigenheiten der Medienbranche und ein darauf abgestimmter Aktionsplan. Wer seine Medienarbeit richtig aufgleist, dem eröffnet sich eine neue Kommunikations-Welt mit eigenen Spielregeln. Hier steht nicht Firmenwerbung im Vordergrund, sondern die Dienstleistung gegenüber Redaktionsschaffenden und der Leserschaft. Trotzdem – oder gerade deswegen – ist der Werbeeffekt von gelungener Medienarbeit mittelfristig besser als derjenige von klassischen Werbeformen. Berücksichtigt man dabei noch das Kosten-/Nutzen-Verhältnis sowie die allgemeine Imageaufbesserung, so fällt die Bilanz noch besser aus.

Die spinnen, die Medien?
Der Umgang mit Redaktionsschaffenden kann medienunerfahrene Zeitgenossen ganz schön fordern. Anliegen wie die Lieferung eines Firmenporträts innerhalb weniger Stunden oder die sofortige Vermittlung eines autorisierten Interviewpartners für den Radiobeitrag festigen bei vielen die bereits vorgefasste Meinung, dass Medienschaffende spinnen. Doch was für unser eigenes Empfinden eine unerhörte Frechheit oder gar eine Unverschämtheit ist, ist für Medienschaffende Alltag. Die Uhren ticken in den Redaktionen einfach anders als in Unternehmen.

Die Zeit läuft für Redaktionsschaffende schneller und hektischer. Nur wer als erste Zeitung die Schlagzeile druckt, hat ausreichend Leseraufmerksamkeit. Die Zeitung mit den meisten Expertenstimmen zu einem brandaktuellen Thema schneidet besser ab. Und wenn einer Lokalzeitung eine Geschichte platzt, brauchts innert kürzester Zeit Ersatz. Schliesslich kann die Zeitung nicht mit weissen Flecken herausgegeben werden. Eilige Medienanfragen sind also an der Tagesordnung. Und wer als Unternehmer nicht rechtzeitig reagieren kann, verschenkt eine Chance zur positiven Medienpräsenz.

Solide Vorbereitung statt Feuerwehraktionen
Niemand verlangt von Unternehmen, dass sie zaubern können. Es ist und bleibt in den meisten Fällen unmöglich, einen (brauchbaren) Text innert weniger Stunden zu erarbeiten. Das passende Rezept heisst Vorbereitung. Ein nach journalistischen Regeln erstelltes Firmenporträt, Kenndaten und Hintergrundinformationen zur Unternehmung und zu den Produkten, sowie Kontaktdaten und Erreichbarkeit der zuständigen Auskunftsberechtigten lassen sich problemlos in ruhigen Zeiten vorbereiten. Und wer Empfang und Telefonzentrale vorgängig informiert, wer für Medienanfragen zuständig ist, punktet bereits vom allerersten Kontakt an.

Diese Informationen über Ihr Unternehmen sollten Sie für die Medien bereitstellen:

  • Korrekter Name und Kürzestbeschrieb der Unternehmung
  • Details zur Unternehmung mit Name und Bild des Geschäftsführers, Standorte, Umsatz und Mitarbeiter, Projekte und Produkte
  • Firmenporträt, evtl. auch eine etwas spezielle Hintergrundgeschichte
  • Liste der Auskunftspersonen inkl. Erreichbarkeit
  • Geeignetes Bildmaterial
Bezüglich Textqualität gilt es zu beachten, dass journalistische Texte gänzlich anderen Regeln unterliegen als beispielsweise Broschüren oder Werbetexte. Es lohnt sich auf jeden Fall, mit der Erstellung der Texte jemanden zu beauftragen, der oder die eine ausreichende journalistisch Erfahrung aufweist. Mit mediengerecht verfassten Texten sprechen Firmen die Sprache der Redaktionsschaffenden und signalisieren ihr Verständnis und ihren Respekt für die Medienbranche. Und das ist schlussendlich die Basis für eine langfristige und positive Zusammenarbeit mit den Medien.

Lokale, regionale oder nationale Medienpräsenz?
Den ersten Fehler machen viele Unternehmer, wenn sie sich von Anfang an ausschliesslich auf nationale Medien konzentrieren. Klar tut ein (positiver) Artikel in einer grossen nationalen Tageszeitung einer Firma gut. Doch sollte man keinesfalls die regionalen Medien unterschätzen. Erstens werden sie meist stärker beachtet und intensiver gelesen, weil der Zeitungsinhalt die eigene Nachbarschaft betrifft, einem also näher geht. Und zweitens ist es in den regionalen Medien eher möglich, regelmässig präsent zu sein, was den positiven Effekt der Medienarbeit verstärkt.

Am sinnvollsten ist es, themenbezogene Aktionspläne für die verschiedenen Medien zu entwerfen. Mit Themen von nationaler Bedeutung gelangt man an die grossen Zeitungen, mit regionalen Themen an die Tageszeitung vor der Haustür und mit Fachspezifischem an die Branchenpresse. Um herauszufinden, welche Redaktion sich für welche Themen erwärmen lässt, gibt es einen simplen Trick: Man nimmt die entsprechende Zeitung und liest sie aufmerksam. Dann sucht man in seiner eigenen Firma nach Themen, die denjenigen in der Zeitung entsprechen.

Mögliche Themen für die Medienarbeit

Nationaler Bereich:

  • Neuerungen (nur bei revolutionären Neuheiten oder Grossfirmen)
  • personeller Aus- und Abbau (nur bei grossen Veränderungen/Firmen)
  • Bilanzen (nur bei Grossfirmen)

Regionaler Bereich:

  • Neuerungen und Änderungen
  • personeller Aus- und Abbau
  • Bilanzen
  • Firmen- oder Mitarbeiter-Jubiläen
  • spezielle Veranstaltungen (auch interne)
  • Berufsvorstellungen für die Berufswahl
  • besondere Aktionen (Spendenaktionen, ehrenamtliche Arbeitsaktionen
    wie Waldputztage)
  • Hintergrundinformationen aus der Produktion (Reportagen)


Fachbereich:

  • Für die Branche relevante Neuerungen und Änderungen
  • Hintergrundinformationen aus der Produktion (Reportagen)
  • Fachartikel


Regional zur guten Basis
Wer gute, regionale Medienarbeit betreibt, braucht sich nicht zu wundern, wenn seine Mitarbeitenden vermehrt Stolz entwickeln, gerade zu dieser Firma zu gehören. Eine Firma, die in ihrer Region positiv medienpräsent ist, erarbeitet sich in der Bevölkerung Wohlwollen und Respekt. Wenn die Leute wissen, was eine bestimmte Unternehmung herstellt oder vertreibt und wie viel Arbeitsplätze sie der Region bringt, entsteht eine positive Grundeinstellung gegenüber den Anliegen dieser Firma.

Gerade im regionalen Bereich eignen sich auch Veranstaltungen zur Steigerung der Medienpräsenz. Am besten agiert, wer bereits bei der Veranstaltungsplanung den Grad der Medienwirksamkeit berücksichtigt. So sind ungewöhnliche, spezielle Anlässe für Medienschaffende interessanter als solche, die jede zweite Firma durchführt. Arbeitet beispielsweise die ganze Belegschaft einen Tag lang auf Firmenkosten, um den öffentlichen Kinderspielplatz in Stand zu stellen, so löst das bei Redaktionen und Leserschaft grösseres Echo aus als eine Schiffsrundfahrt des Kaders.


Digitale Medienarbeit
Das Internet hat die Arbeitsweise der Medienschaffenden verändert. Heutzutage recherchieren Journalisten fast ausschliesslich übers Internet. Auch Meldungen und Einladungen werden bevorzugt per E-Mail entgegengenommen (siehe Diagramm Zustellung PR-Informationen). Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, müssen Unternehmen ihren Internet-Auftritt anpassen. Ein Button zum Medienbereich bereits auf der Startseite führt Recherchierende ohne Umwege zum Ziel. Im Mediencorner liegen idealerweise alle Texte, welche bereits zur Vorbereitung empfohlen wurden, zum freien Download bereit. Angaben zu den auskunftsberechtigten Kontaktpersonen und deren Erreichbarkeit runden das Angebot ab. Bilder und ein Pressespiegel kann man ebenfalls anbieten, beide werden aber bei Befragungen von Journalisten als eher nebensächlich eingestuft.


Medientexte für mehr Glaubwürdigkeit
Ein korrekt eingerichteter Mediencorner erleichtert Journalisten die Recherche zu bestimmten Themenbereichen. Wer also Links zu weiterführenden Portalen aus seiner Branche anbietet, bedient die Medien zusätzlich. Ein Mediencorner kann aber auch noch andere Effekte erzielen. Wer als potenzieller Kunde im Internet sucht, klickt erfahrungsgemäss auch gern in den Medienbereich hinein. Die darin enthaltenen, journalistisch aufbereiteten Texte vermitteln dem Besuchenden ein kompetentes und glaubwürdiges Bild der Firma.


Ein mediengerechter Text unterliegt ganz speziellen, journalistischen Regeln. Da wir Leser uns seit Jahrzehnten gewöhnt sind, diese Textform vor allem in Zeitungen anzutreffen, stufen wir dessen Glaubwürdigkeit auf den ersten Blick höher ein als bei anderen Texten. Das automatische Hochfahren einer Barriere, wie es beispielsweise ein Werbetext auslösen kann, bleibt aus. Diese Tatsache wird auch vermehrt in der Unternehmenskommunikation genutzt (siehe auch www.verdi.de, Titelthema 06/02/03 „Journalistisch verpackt“).

Doch auch in diesem Bereich ist für den Erfolg vor allem eines notwendig: Das Verständnis und der Respekt für eine offenere, informationsorientiertere Kommunikationsform und das Wissen um die Bedürfnisse der Leserschaft.

Checkliste selber machen: So betreiben Sie erfolgreiche Medienarbeit

  1. Zeigen Sie Verständnis für die Besonderheiten der Medienbranche und werden Sie zum willkommenen Zulieferer für Medienschaffende.
  2. Bereiten Sie sich auf Medienkontakte vor, indem Sie Unternehmens-Kenndaten und mediengerechte Texte zum Voraus bereitstellen.
  3. Regeln Sie, wer in Ihrer Firma themenorientiert Ansprechpartner für die Medien ist. Weisen Sie Ihre administrativen Mitarbeitenden ein, damit sie Medienanfragen umgehend an die richtige Auskunftsperson weiterleiten.
  4. Lesen Sie Zeitungen zukünftig aufmerksam und finden Sie in Ihrer Firma entsprechend informative Themen.
  5. Erstellen Sie für die unterschiedlichen Medien verschiedene Aktionspläne und senden Sie an Redaktionsschaffende ausschliesslich für sie interessante Informationen.
  6. Beziehen Sie auch die Veranstaltungsplanung in Ihre Aktionspläne für die Medienarbeit mit ein.
  7. Stellen Sie Medientexte sowie die direkten Durchwahlnummern der Ansprechpersonen auf dem Internet zur Verfügung.
  8. Nutzen Sie Ihre neu gewonnenen Fertigkeiten in mediengerechtem Texten und journalistischer Themenplanung auch für andere Bereiche Ihrer Firmenkommunikation.
  9. Bleiben Sie am Ball, aktualisieren Sie Ihre Medientexte laufend, seien Sie gegenüber Medienschaffenden immer höflich und reagieren Sie prompt und professionell auf Anfragen.
  10. Geniessen Sie Ihren Erfolg

Noch mehr Tipps und Tricks:

Gratis-Anleitungen „Medienarbeit für KMU“, „Kommunikation für kleine Budgets“, „Kommunikation in Krisen“, „Anleitung Pressekonferenz“ und viele mehr im Downloadbereich von www.praesenz-effizienz.ch

Weiterführende Links

Studien:

  • Die Studie „Mittelstandskommunikation 2005“ zeigt, wie der deutsche Mittelstand kommunikativ im Aufbruch ist. Downloadbar unter www.comx-forschung.de
  • Stamm-Studie „PM2006“, die Journalisten-Umfrage über die Verwendung von und Erwartungen an Pressemitteilungen, www.stamm.de
  • Die „IAM/Bernet-Studie Journalisten im Internet 2005“ zeigt, wie Deutschschweizer Medienschaffende das Internet nutzen und wie sie die Inhalte beurteilen, http://www.iam.zhwin.ch/
    Trendumfrage der Münchner PR-Agentur Maisberger Whiteoaks zum Rechercheverhalten von Redakteuren, www.maisberger.com


Wissensportale:
Kostenloses PR-Know-how: http://www.public-relations-experts.de/, http://www.praesenz-effizienz.ch/ (Downloadbereich)
Kostenloses CP-Know-how: http://www.cp-wissen.de/, http://www.deutschepost.de/, http://www.forum-corporate-publishing.de/, www.cp-monitor.de


Zum Business-Blog-Karneval:
Der
2. Business-Blog-Karneval im deutschsprachigem Raum widmet sich dem Thema »Erfolgreiche PR & Medienarbeit«. Er sammelt Ideen, Artikel, Links & vielfältige Anregungen zur erfolgreichen PR & Medienarbeit für den PR-Alltag von Einzelpersonen, Freiberufler & Unternehmen. Sämtliche Beiträge werden nach Karnevals-Ende in einem eBook zusammengefasst und kostenlos zur Verfügung gestellt.

17 Januar 2007

Uups! Datenbankcrash zum Dogstar-Start von "Blick"

Da tippt man wie wild die unzähligen Vorzüge seines vierbeinigen Kumpels in ein Formular mit mühselig kleinen Fenstern und wird, nach vergeblichen Speicherversuchen, mit einer Mailmeldung belohnt:

Leider kam es durch den unerwartet grossen Ansturm zu einem Totalcrash der
DogStar-Datenbank. Die technischen Probleme wurden behoben. Allerdings sind
die bisherigen Anmeldungen verloren gegangen.

Dürfen wir Sie daher bitten, sich erneut anzumelden und Ihren Hund bei
Dogstar einzutragen.

Naja, wenigstens folgt dann noch dieser Satz:

Für den zusätzlichen Aufwand möchten wir uns entschuldigen.

Entschuldigung angenommen. Werds also später nochmals versuchen. Und - Henusode - meine ja nicht, nur weils in diesem Post um Hunde geht, der Blog mit PEP werde jetzt doch noch ein Kuschelblog ;-)

16 Januar 2007

Blogger vs. Printmedien: sbp-Stellungnahme und Umfrage

In der Sache Blogger vs. Printmedien meldet sich nun auch die SwissBlogPress (sbp) zu Wort.

Umfrage
Im Kommunikationsforum HDS ist seit heute früh eine Umfrage dazu aufgeschaltet:
Gelten für Blogger dieselben ethischen Grundsätze wie für JournalistInnen?

15 Januar 2007

Noch kurz zum Feierabend

Weshalb man im Büro nicht schlafen sollte. Wer müde ist, geht besser heim.

Von verdrehten Rollen oder weshalb die "Sonntagszeitung" Recht hat

Da prallen zwei Mächte aufeinander. Die Presse gegen die Blogger. Die Akteure in diesem Spiel: Einerseits die "Sonntagszeitung" (SZ), andererseits engagierte Schweizer Blogger. Die SZ warf den Bloggern vor, ihre Unschuld zu verlieren, weil einige von ihnen sich für Beiträge bezahlen liessen. Daraufhin entgleiste in einigen Schweizer Blogs der Ton, worauf die SZ gestern wiederum konterte.

Eines gleich vorneweg: So unrecht hat die SZ nicht. Weder im ersten noch im zweiten Artikel. Denn sowohl der Ausverkauf seiner Glaubwürdigkeit als auch unseriöse (= nicht beweisbare) Unterstellungen sind im Publikationsgeschäft ruinös. Als Journalist, als Journalistin lernt man diese Lektionen mehr oder weniger schmerzhaft im Laufe seiner beruflichen Karriere. Ja, die ganze Branche musste diese Lektionen im Laufe ihrer Entwicklung lernen. Meist mehr als weniger schmerzhaft.

Macht bedingt auch Verantwortung über sein Tun
Journalisten waren bis anhin in einer einzigartigen Machtposition. Ihre Aufgabe war es, Politik, Wirtschaft sowie die ganze Gesellschaft zu überwachen, mit den Fingern auf dunkle Flecken auf Westen zu zeigen und die Leichen in den Kellern auszugraben. Es versteht sich von selbst, dass ihre Bemühungen nicht von allen gutgeheissen wurden, vor allem nicht von den Betroffenen. Jeder Journalist, jede Journalistin lernt deshalb möglichst früh, dass er oder sie die publizierten Behauptungen hieb- und stichfest beweisen können muss. Dies für den Fall, dass einer der Ertappten klagt in der Hoffnung, seine Weste wieder reinwaschen zu können. Diese Beweisführung, welche den Lesenden meist verborgen bleibt, macht in der Realität den grössten Teil der journalistischen Arbeit aus.

Die Enthüllung, nicht deren Formulierung, ist die Sensation
Der Journalist, die Journalistin handelt jedoch nicht nur aus rechtlichen Gründen so. Wer einem Skandal auf der Spur ist, will ihn in erster Linie festnageln, sich absichern, dass dieser Skandal auch wirklich existiert. Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn eine auf den ersten Blick sensationelle Story zusammenbricht, weil es für den vermeintlichen Knüller eine ganz vernünftige Erklärung gibt (und noch eine Insiderinformation: Nein von zehn Geschichten „sterben“ bereits in der Recherchier-Phase). Unbelegte Behauptungen, Beleidigungen oder (wenn auch textlich kreative) Beschimpfungen sind der Sensation, der Skandalenthüllung nicht dienlich, sondern hinderlich. Denn sie spielen dem Gegner Munition in die Hand.

Presserat gegen Prozessflut
Die Enthüllung skandalöser Zustände ruft naturgemäss Abmahnungen und Anzeigen auf den Plan. Um die Prozessflut gegen die Medien einzudämmen, wurde deshalb der Presserat gegründet. Jeder, der sich von Medien unfair behandelt fühlt, kann eine Beschwerde beim Presserat einreichen. Nach eingehender Prüfung wird je nach Sachverhalt das Medium gerügt oder die Beschwerde abgewiesen. Ebenfalls ethisch und rechtlich greift die Erklärung der Pflichten der Journalistinnen und Journalisten in den Berufsalltag der Medienschaffenden ein. Die "Erklärung" regelt, wie viel Geld oder Wertgegenstände aus ethischer Sicht von Medienschaffenden angenommen werden dürfen.

Bewährte - und neue - Kontrollmechanismen
Der Umgang mit Behauptungen, Verleumdungen oder finanziellen Zuwendungen für Veröffentlichungen ist also in der Medienbranche klar geregelt und zwar aus einem natürlichen Wachstum der Branche heraus. Obwohl diese Regeln auch ihre Ausnahmen haben, haben sie sich im Alltag gut bewährt. Noch nicht bewährt haben sich die Blogs. Als relativ neue Akteure in der Publizistikbranche befinden sie sich noch in der Sturm-und-Drang-Phase, nehmen sich viele Rechte heraus, oft ohne sich gross um allfällige Pflichten zu kümmern. Dabei scheint das Hauptproblem darin zu liegen, dass sie sich ihrer Rolle als Meinungsbildner viel zu wenig bewusst sind.

Wachsende Bedeutung als Überwacher der Überwacher
Vor allem Medien haben ihre liebe Mühe mit der neuen Konkurrenz. Und obwohl beim einen oder anderen Medienschaffenden ganz sicher auch etwas Neid mitschwingt, dass Blogautoren sich (noch) in einem freieren Raum bewegen, sind Missgunst und direkte Konkurrenz nicht das einzige Konfliktpotenzial. Viel mehr Mühe dürften Medienschaffende damit haben, dass sie als Überwacher, als vierte Macht im Lande, nun selbst überwacht werden. Und so wie bis jetzt CEOs von grossen Firmen oder hohe Politiker mit Argusaugen von den Medien beobachtet wurden, so stehen nun plötzlich die grossen Kolumnisten, die Chefredakteure und die nationalen Medienakteure im Scheinwerferlicht der Blogger. Unangenehm - finden die Medienschaffenden - und zücken die einzigen Waffen, die sie kennen: Sie suchen nach jedem noch so kleinen dunklen Fleck auf Bloggerwesten oder drohen - wie einst ihre "Opfer" - mit Abmahnung.

Eigentor der Medien
Die Medienpräsenz der letzten Sonntage von einigen Bloggern ist aber ein Eigentor. Den Medien wird es nicht gelingen, die Blogger in die Bedeutungslosigkeit zurückzustossen, der sie vor nicht allzu langer Zeit entsprungen sind. Medienpräsenz hat nämlich naturgemäss den gegenteiligen Effekt. Der Einfluss von Bloggern wird also zukünftig noch wachsen. Und damit auch das rechtliche Konfliktpotenzial. Auch wenn sich Blogger noch gern als isolierte Wesen sehen, als kreative Akteure, für die keine Regeln gelten, so wird die Notwendigkeit eines Regelwerks mit wachsender Bedeutung immer dringlicher. Doch - Medien sei Dank - muss man in diesem Bereich das Rad wenigstens nicht neu erfinden. Bloggerrat und "Erklärung der Pflichten der Bloggerinnen und Blogger" liessen sich ganz einfach dem Vorbild der Medienbranche anpassen.

Öffentlichkeit = Gesellschaft = Gesetze & Regeln
Dass diese Idee den wenigsten Bloggerkollegen gefällt, ist mir klar. Jedoch gibt es hier - auch hierin hat die SZ Recht - einfach kein rechtsfreier Raum, wie sich das mancher gern einbildet. Sobald ein Blog veröffentlicht wird, unterliegt er den Regeln und Gesetzen der Öffentlichkeit, das schleckt keine Geiss weg. Auch das Internet ist (glücklicherweise) KEIN juristisches Vakuum. Ein Ausweg wäre, seinen Blog nur für eine registrierte Nutzergruppe sichtbar zu schalten, ihn also nicht öffentlich zugänglich zu lassen. Zwar befreit das keinen von den normalen Grundsätzen von Anstand und Moral oder den gesetzlichen Bestimmungen, aber die Zahl der potenziellen Kläger dürfte sich um einiges verkleinern. Und wo kein Kläger, da kein Richter.

Zeit, erwachsen zu werden
Die Freiheit, seine Meinung zu veröffentlichen, darf nicht angetastet werden. Doch bringt jede Freiheit auch eine gewisse Verantwortung mit sich. Wenn ich mir das Recht herausnehme, zu schreiben, was ich will, muss ich darauf bedacht sein, keinem anderen dieses Recht abzusprechen. Beide, Blogger und Medien, dürfen ihre Meinung kundtun. Beide müssen sich dabei an die gesetzlichen Bestimmungen und gesellschaftlichen Regeln halten. Ob sie wollen oder nicht. Die Blogosphäre hat nur Zukunft, wenn sie sich an diese gesetzlichen und ethischen Grenzen gewöhnt, lernt, sie zu respektieren, wenn sie erwachsen wird. Ansonsten wird ein Blog nach dem anderen schlicht und einfach ins finanzielle oder juristische Aus geschickt. Ob von Firmen oder Medienschaffenden - das ist schlussendlich unwichtig. Ich hoffe sehr, dass viele Blogger diesen Entwicklungssprung schaffen, denn ich freue mich auf eine Zukunft, bei der die Medien ihrerseits überwacht werden. Ich finde nämlich, das tut ihnen ganz gut.


Nachtrag
Hier teilnehmen und die Zukunft der Blogs mitgestalten
Auch bei BloggingTom wird diskutiert
Ebenso im Medienspiegel
Wie in der Medienlese
Was die Werbewoche dazu meint
Der Swiss Metablog & Der Dissident

12 Januar 2007

Uff, ächz, stöhn

Ferien sind blöd! Eindeutig. Klar habe ich die freien Tage genossen, lang liegengebliebene Ausmistarbeit angepackt und das neue Jahr befreit von Staub und Ballast begonnen.

Dennoch sind Ferien irgendwie blöd! Zumindest seit es E-Mails, Blogs, Newsportale, Mailinglisten, Newsletter, RSS und personalisierte Startseiten gibt. Bis man sich da überall durchgelesen, Wichtiges von Nervigem, echte Mails von Spam und uralte, bereits zigmal vervielfältigte Meldungen von wirklichen News getrennt hat... Uff, ächz, stöhn!

Aber jetzt hab ichs (und bin ich) geschafft. Übrig geblieben ist das:

Heute schon gekapert worden?
Print verschwindet (noch) nicht
Multimediale Entwicklung
Frauen nutzen Internet weniger als Männer
Eine ganze Fülle wertvolles Werbe-Wissen
Studie zur Qualität von Online-Inhalten
Und noch ein Aspekt des Bürgerjournalismus

Besonders die Content-Studie birgt einige AHA-Erlebnisse.

Und da war dann noch die Diskussion über Blog-Prostitution. Hab ich auch gelesen. Hätte ich schon auch eine Meinung dazu. Aber da gibts schon das, das, das, das, das, das, das, das, und das. Deshalb schreib ich nicht auch noch was. Wer mit mir dennoch darüber diskutieren will: 081 936 03 59.

Bis dann...

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